Architektur in Gebrauch - AG2

Architektur in Gebrauch - AG2
Author: Sandra Bartoli
Publisher: Büro für Konstruktivismus
Language: German
Pages:
Size: 16,5 x 23 cm
Weight: 150 g
Binding: Softcover
ISBN:
Availability: In stock
Price: €10.00
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Product Description

AG 2 – Falkenhorst
Der Spielplatz Falkenhorst geht zurück auf eine Initiative der Anwohner des gleichnamigen Wohnkomplexes am Stadtrand von Köln. Die von 1968-1970 errichtete Anlage besteht aus fünf Erschließungseinheiten mit 7-15 Geschossen, mit insgesamt 350 Wohnungen, die von dem privaten Bauunternehmer Joachim Hahlbeck als Eigentumswohnungen vermarktet wurden. Bei einem Kaufpreis von etwa 500DM/m2 waren die in Großtafelbauweise errichteten Wohnungen vor allem für junge Familien attraktiv, die in der Regel aus anderen Regionen in das stark wachsende, aber noch weitgehend dörflich geprägte Porz zogen.

Die Frustration der Anwohner über die städtebaulich isolierte und infrastrukturell unterversorgte Siedlung war groß. Als auf der Anliegerstraße wiederholt Kinder angefahren wurden, formierte sich im Sommer 1972 die Interessengemeinschaft Im Falkenhorst e.V.. Die Initiative forderte zunächst von der Stadt Porz erfolglos die Einrichtung einer Spielstraße und begann im Frühjahr 1973 schließlich selbst mit dem Bau eines Spielplatzes. Was folgt, ist die wundersame Verwandlung einer anonymen Nicht-Architektur in eine „Dorfgemeinschaft“, die zeitgemäß zarte Züge einer Kommune annimmt. Der Bau des Spielplatzes ist Motor und Zentrum der Gemeinschaft, die ab Anfang der 80er Jahre zerfällt.

AG2 also includes interviews with Klaus Gils and Dieter Baumgart, two founding members of the playground.

AG (Architektur in Gebrauch) is a magazine for architecture in use. Each number of this series documents one building or one built structure in its current state, considering its transformation while looking back at the moment when it was built. The term “use” (Gebrauch) constitutes from this perspective the driving force behind the development of every built structure.

AG is a magazine for the practice of architecture. Instead of another contribution to a history of architecture, repeating itself as an endless series of new buildings in which the photographs of the time of realization become the only instance of authenticity and influential moment, AG follows the opposite way by observing, from the point of view of the now, history as a simultaneous present. With the focus on the present, which is also the focus on the value of use, AG intends to seize the production conditions in architecture as the main discourse on the built environment.